Gesetzliche Vorgaben bei der Verordnung von Arzneimitteln zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung

Gesetzliche Verordnungsausschlüsse bei der Arzneimittelversorgung und zugelassene Ausnahmen

  • Apothekenpflichtige nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sind von der Versorgung nach § 31 SGB V ausgeschlossen. Die Verordnung dieser Arzneimittel ist nach § 34 Abs. 1 Satz 2 ausnahmsweise zulässig, wenn die Arzneimittel bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten.
  • Eine Krankheit ist schwerwiegend, wenn sie lebensbedrohlich ist oder wenn sie aufgrund der Schwere der durch sie verursachten Gesundheitsstörung die Lebensqualität auf Dauer nachhaltig beeinträchtigt.
  • Ein Arzneimittel gilt als Therapiestandard, wenn der therapeutische Nutzen zur Behandlung der schwerwiegenden Erkrankung dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entspricht.

Inzwischen ist das Regelungswerk zur Verordnung von Medikamenten derart komplex geworden, dass pauschale Informationen an dieser Stelle nicht mehr zweckmäßig sind.

Zudem werden die Bestimmungen mehrmals im Jahr verändert.

Darum sei hier auf die amtlichen Informationsquellen verwiesen: